Ziel von "Patient Partners" ist es, die Versorgung rheumakranker Menschen zu verbessern: Das Programm soll dazu beitragen, dass Hausärzte die Patienten als kompetente Gesprächspartner annehmen und besser mit der Erkrankung vertraut werden. 2011 veranstaltet die Rheuma-Liga wieder einen Kurs für neue Patient Partners mit rheumatoider Arthritis.
Die Teilnehmer erfahren dabei mehr über die Erkrankung, ihre Diagnose und Wege der Therapie. Sie lernen auch, ein Gespräch über Symptome oder Krankheitsverlauf "auf Augenhöhe" mit einem Arzt zu führen. Diese Patient Partners werden dann bei Ärztefortbildungen eingesetzt. Im Rahmen einer solchen Fortbildung stellen sie kurz ihre persönliche Krankengeschichte vor und geben den Ärzten dann Hinweise für die Untersuchung der rheumatischen Hand. Dabei stellen sie ihre Hände zum (vorsichtigen) Abtasten zur Verfügung und erklären, worauf geachtet werden muss.
Das Projekt gibt Hausärzten die Gelegenheit, mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen, wofür im Praxisalltag oft keine Zeit bleibt. Aber auch jeder einzelne der "Patient Partners" kann von der Teilnahme profitieren. Denn dieser aktive Umgang mit der Erkrankung fördert auch die eigene Krankheitsbewältigung.
Welche Voraussetzungen sollte ein "Patient Partner" mitbringen? Sie sollten etwa 25 bis 60 Jahre alt sein und rheumatoide Arthritis haben. Die Schulung - der genaue Termin für 2011 steht noch nicht fest - dauert üblicherweise einen Tag (mit Übernachtung), etwa von Freitagnachmittag bis Samstagnachmittag. Diese Schulungen, an denen auch Psychologen und Rheumatologen beteiligt sind, finden etwa einmal im Jahr statt.
Nähere Informationen über das Projekt "Patient Partners" finden Sie in der kommenden Ausgabe 6/2010 von mobil Rheinland-Pfalz. Die Ausgabe erscheint Anfang Dezember; etwa zwei Wochen vorher können Sie sie hier im Internet lesen. Haben Sie schon jetzt Interesse, ebenfalls Patient Partner zu werden? Dann wenden Sie sich an Frau Christe (Telefon 0671 8340454) in der Beratungs- und Geschäftsstelle des Landesverbandes.