Rheumakranke Menschen im mittleren Alter stehen im Mittelpunkt einer weiteren Initiative der Deutschen Rheuma-Liga. Dabei geht es um die besondere Situation von Erwachsenen vor allem zwischen 35 und 50 Jahren, die mit einer chronischen rheumatischen Krankheit leben oder plötzlich damit konfrontiert werden.
Die Themen, die die Menschen in dieser Altersgruppe bewegen, unterscheiden sich von denen älterer Menschen mit Rheuma und auch von den Fragen, die jüngere Rheumakranke beschäftigen. Menschen im mittleren Lebensalter, die eine rheumatische Erkrankung haben, sind häufig noch berufstätig. Sie sind durch Arbeit, Familie und die Krankheit – die für sie oft noch neu ist – in Anspruch genommen, viele von ihnen haben nur wenig Zeit für andere Aktivitäten.
In ihrer Kampagne zum Tag des Rheumakranken 2004 hat die Rheuma-Liga vor allem diese Menschen zwischen 35 und 50 angesprochen. Doch es ging nicht darum, kurzfristig neue Mitglieder in dieser Altersgruppe zu werben: Das Thema "Rheuma im mittleren Lebensalter" bleibt auch nach dieser Kampagne Gegenstand einer längerfristigen Initiative. Der Landesverband Rheinland-Pfalz und seine örtlichen Arbeitsgemeinschaften wollen für Menschen dieser Altersgruppe attraktiv sein, ohne darüber die anderen Mitglieder und ihre Interessen zu vernachlässigen.
Die Rheuma-Liga will für rheumakranke Menschen im mittleren Lebensalter weitere Angebote entwickeln, die ihren Bedürfnissen entgegenkommen. Wer zum Beispiel durch Berufstätigkeit oder jüngere Kinder zeitlich sehr in Anspruch genommen ist, für den sind Veranstaltungen vor Ort – besonders tagsüber – weniger interessant als für Mitglieder, die sich ihren Tag flexibler einteilen können.
Welche Aktivitäten und Angebote für rheumakranke Menschen zwischen 35 und 50 attraktiv sind, und wie sie besser in die Arbeit der Rheuma-Liga einbezogen werden können, darum geht es auch auf den Seminaren, die der Landesverband Rheinland-Pfalz zu diesem Thema veranstaltet. An den Wochenendseminaren "Menschen im mittleren Lebensalter - aktiv auch in der Rheuma-Liga" nehmen vor allem ehrenamtliche Mitarbeiter/innen (und solche, die es werden wollen) aus dieser Altersgruppe teil.
Dabei werden persönliche Erfahrungen ebenso angesprochen wie Anregungen für weitere Aktivitäten. Ziel dieser Initiative ist es auch, den rheumakranken Menschen deutlich zu machen, dass sie in der Rheuma-Liga mit ihren Anliegen ein offenes Ohr finden und Ansprechpartner für ihre spezifischen Bedürfnisse haben - ganz gleich, ob sie 25, 50 oder 75 Jahre alt sind.