Ein wichtiges Anliegen der Deutschen Rheuma-Liga ist ein möglichst dichtes Netz von örtlichen Ansprechpartnern. Ohne kontinuierliche, flächendeckende (Selbst-)Hilfeangebote ist unsere gemeinsame Arbeit nicht denkbar.
Die örtlichen Arbeitsgemeinschaften sind für die Mitglieder Orte der Beratung, Bewegung, Betreuung und Begegnung - die vier "großen B's" der Rheuma-Liga. Das Netz der AG'n ist in Rheinland-Pfalz sehr dicht. Inzwischen gibt es 71 Arbeitsgemeinschaften im Land: 70 örtliche AG'n sowie den landesweit organisierten "Arbeits- und Informationskreis Eltern rheumakranker Kinder".
Eine Liste aller örtlichen Arbeitsgemeinschaften ist in der Rubrik "Arbeitsgemeinschaften vor Ort" zu finden. Außerdem gibt es im Landesverband Rheinland-Pfalz mehrere Gruppen, in denen sich Menschen bestimmter Altersgruppen begegnen und austauschen - innerhalb der örtlichen AG'n, aber auch in speziellen Arbeitskreisen. Auch dazu gibt es unter "Mehr zum Thema" weitere Informationen.
Die erste örtliche Arbeitsgemeinschaft im Landesverband Rheinland-Pfalz wurde 1977 in Mainz gegründet. Auch weiterhin bildet die Rheuma-Liga neue Gruppen, wenn die Mitgliederzahlen es sinnvoll erscheinen lassen. Die AG‘n bieten vor allem folgende Aktivitäten an:
Jede Arbeitsgemeinschaft wählt in einer Mitgliederversammlung ihren Vorstand, dessen Größe von der der AG abhängt. Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte. Dies ist allerdings nicht so zu verstehen, dass allein die Vorständler die Arbeit leisten. Eine Selbsthilfegruppe beruht auf dem Prinzip "mitmachen, nicht konsumieren". Oft ist es möglich, einzelne kleine Aufgaben an Mitglieder zu übertragen, die diese dann selbständig lösen, was sie zu weiterer Mitarbeit motivieren kann.
Neben dem Funktionstraining und den anderen oben angeführten Aktivitäten führen die örtlichen Arbeitsgemeinschaften informative und gesellige Veranstaltungen durch: eine Informationsveranstaltung (Arztvortrag) eine Karnevalssitzung, die Jahreshauptversammlung (mit Fachreferat), ein Frühlings- oder Sommerfest, eine oder zwei Ausflugsfahrten und eine Weihnachtsfeier. Die Kosten für die Fachveranstaltungen trägt die Rheuma-Liga, die sozialen Aktivitäten werden zum größten Teil von den Teilnehmern selbst bezahlt.
Für viele Rheumakranke sind die örtlichen Arbeitsgemeinschaften eine Art Heimat geworden, ein Kreis, in dem man seine Freuden und auch seine Sorgen und Probleme "mit-teilen" kann. Weil die meisten rheumatischen Erkrankungen nicht heilbar sind und für die Betroffenen einen oft erheblichen Verlust an Lebensqualität bedeuten, sind diese sozialen Bindungen besonders wichtig.